Die Hofgemeinschaft Aschhorn - unser Betrieb

Unser Hof ist ein typischer norddeutscher Marschbetrieb. Die Gebäude stammen aus vielen verschiedenen Epochen des Hofes. Die alte Scheune ist das älteste Gebäude. Es stammt aus dem Jahr 1721. Im Sommer 2009 entstanden die vorläufig letzten Gebäude. Es sind unsere neue Getreidelagerhalle mit angeschlossenem Maschinenunterstand und die Erweiterung der Stroh- und Heulagerhallen.
Seit fast 500 Jahren wird dieser Betrieb bewirtschaftet. Wir, das sind die beiden Familien Morgenstern, haben den Hof 1981 übernommen. Es war damals ein heruntergewirtschafteter Betrieb, wir stellten ihn langsam auf biologischen Anbau um. Die Anerkennung als demeter-Betrieb erfolgte 1990.
Der Hof ist zur Zeit 287 Hektar groß, davon sind ungefähr 120 Hektar Acker, der Rest ist Grünland. In den norddeutschen Marschen werden viele Kühe gehalten. So ist es auch bei uns. Unsere Milchviehherde ist das Herzstück des Betriebes. Die Milch unserer Kühe wird alle drei Tage von der Bio-Molkerei Söbbeke abgeholt. Neben der Nachzucht mästen wir noch Ochsen. Natürlich gibt es noch viele andere Tiere, wie 15 Schafe, Hühner, Katzen und Klara, unsere wachsame Hofhündin.

Zahlen, Daten und Fakten über unseren Hof

Hofgröße gesamt 287 Hektar
davon Ackerland 120 Hektar
davon Grünland 167 Hektar
Milchkühe (deutsche Rotbunte) 57
Mutterkühe 18
Nachzucht (Kälber, Jungrinder, Ochsen) ~150
Schafe (Milchschaf, Rauwolliges Pommersches Landschaf) 15
Hühner 10
außerdem viele Katzen und Klara, unsere Hofhündin  
Durchschnittliche Jahresniederschläge 820 mm
Durchschnittliche Bodenpunkte 30 bis 80
Bodenarten Ton und Moor
Demeter seit 1990

Auf dem Acker halten wir eine siebenjährige Fruchtfolge ein, die mit folgendem Ablauf für die nachhaltige Fruchtbarkeit unserer Böden sorgt:
Kleegras wird im Herbst ausgesät und bleibt zwei Jahre stehen. Dann wird es umgebrochen und Winterweizen gesät. Danach folgt Winterroggen oder Triticale (ein altes, eher unbekanntes Getreide. Es ist eine Kreuzung aus Weizen und Roggen. Kein Produkt moderner Gentechnik, sondern alte Pflanzenzuchtkunst). Wenn dieses Getreide geerntet ist, wird gepflügt und der Boden den Winter über ruhen gelassen. Dann folgt Hafer im Frühjahr, im nächsten Herbst werden Wintererbsen gesät. Diese werden im Frühjahr umgebrochen und es wird Mais als Viehfutter ausgesät. Danach Dinkel. Dies ist das letzte Glied der Fruchtfolge. Wenn der Dinkel geerntet ist, wird wieder Kleegras eingesät. Hier beginnt der Kreislauf von neuem.
Gedüngt wird bei uns ausschließlich mit Mist, Jauche und Jungviehgülle. Alles stammt nur von unseren Tieren. Der Mist wird erst zu Kompost verarbeitet, bevor er ausgebracht wird.
Selbst im Sommer, wenn die Kühe Tag und Nacht auf der Weide sind und nur zum Melken in den Stall kommen, füttern wir zum Ausgleich noch Heu zu. Dieses rohfaserreiche Futter sorgt für den guten Geschmack und die Bekömmlichkeit unserer Milch.

Top Tiergesundheitskonzept

Bei der Studie "Präventive Tiergesundheitskonzepte in der ökologischen Milchviehhaltung" der Fakultät für Agrarwirtschaften der Georg-August-Universität Göttingen, kamen wir im Ranking der Betriebe mit den vorbildlichsten Tiergesundheitskonzepten unter die Top 25 von 1000.

Wer auf unserem Hof lebt und arbeitet:

Bis zum 12. August 2002 lebten und arbeiteten zwei Familien mit insgesamt sieben Kindern ständig auf dem Hof. (Mehr zum Abschied von Familie Arponen-Morgenstern gibt es hier.) Mittlerweile wird der Betrieb von Britta und Thomas Morgenstern alleine geleitet. Sie haben drei Kinder. Auf dem Hof arbeiten und leben noch zwei Lehrlinge. Außerdem arbeitet noch zwei Mitarbeiter in der Landwirtschaft bei uns. 

Britta und Thomas Morgenstern leiten den gesamten Betrieb. Während sich Thomas Morgenstern verstärkt den Kühen und dem Jungvieh widmet, kümmert sich Britta Morgenstern um die Kälberaufzucht, die Schafe und die Hühner. Daniel Tripmaker leitet verantwortlich den Bereich Ackerbau, Siddik Barunduk ist für die Werkstatt, den Bagger und die Drainage verantwortlich. Die Auszubildenden auf unserem Betrieb arbeiten in allen Bereichen mit und lernen somit die verschiedensten Bereiche des Betriebes kennen.